Häufige Fragen zu Hantavirus
Die wichtigsten Antworten zu Übertragung, Symptomen, Schutz und Behandlung – kompakt und auf Basis offizieller Quellen (RKI, WHO, ECDC, CDC).
Wie wird Hantavirus übertragen?+
Durch Einatmen von Staub, der mit Urin, Kot oder Speichel infizierter Nagetiere kontaminiert ist – meist beim Reinigen von Schuppen, Kellern, Dachböden oder Hütten. Sehr selten durch Bisse. Eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung ist nur beim Andes-Virus in Südamerika dokumentiert.
Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko in Deutschland?+
Insgesamt niedrig. Erhöhtes Risiko besteht in Endemiegebieten (Süd- und Westdeutschland) während Buchen-Mastjahren, vor allem für Förster, Land- und Forstarbeiter sowie bei Renovierungsarbeiten in lange ungenutzten Räumen.
Gibt es eine Impfung gegen Hantavirus?+
In Europa und den USA ist keine Impfung zugelassen. In China und Südkorea werden Impfstoffe gegen Hantaan- und Seoul-Virus eingesetzt. Mehrere mRNA- und Vektor-Impfstoffe befinden sich in klinischer Entwicklung.
Wie wird Hantavirus behandelt?+
Es gibt keine spezifische antivirale Therapie. Die Behandlung ist symptomatisch: Flüssigkeits- und Elektrolyt-Management, ggf. Dialyse bei HFRS oder maschinelle Beatmung und ECMO bei HPS.
Wie lange ist die Inkubationszeit?+
Meist 2–4 Wochen, möglich sind 1–6 Wochen. Bei HPS oft kürzer (1–2 Wochen) als bei HFRS.
Wie kann ich mich schützen?+
Nagetierbefall vermeiden, Lebensmittel sicher lagern, vor dem Reinigen verlassener Räume gut lüften, Flächen mit Desinfektionsmittel statt mit dem Besen reinigen, FFP2/FFP3-Maske und Handschuhe tragen.
Aus welchen Quellen stammen die Daten dieser Karte?+
Wir aggregieren öffentliche Bulletins von WHO, ECDC, CDC, RKI, PAHO und ProMED-mail sowie multilinguale Nachrichten via Google News. Eine vollständige Liste finden Sie unter Quellen.
Wie aktuell sind die Daten?+
Die Live-Karte aktualisiert sich alle 30 Minuten. Offizielle Behörden-Bulletins werden in der Regel wöchentlich veröffentlicht.