Hantavirus-Endemiegebiete

Hantaviren sind weltweit verbreitet, aber nicht überall gleich häufig. Jede Region hat ihren dominanten Virustyp und ein spezifisches Reservoirtier – meist eine bestimmte Mäuse- oder Ratten­art. Ein Blick auf die Live-Karte zeigt aktuelle Signale, diese Übersicht erklärt das endemische Hintergrund­risiko.

RegionVirusReservoirSyndromHotspots
Mitteleuropa (Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich)Puumala-VirusRötelmaus (Myodes glareolus)HFRS, meist milder VerlaufBaden-Württemberg, Bayern, NRW (Buchenwälder mit Mastjahren)
Balkan, Slowenien, GriechenlandDobrava-Belgrad-VirusBrandmaus (Apodemus agrarius)HFRS, schwerer Verlaufländliche Regionen, Forstarbeit
Skandinavien, Russland, BaltikumPuumala-VirusRötelmausNephropathia epidemicaFinnland, Schweden – höchste Inzidenz Europas
China, Korea, Russischer FernostHantaan- und Seoul-VirusBrandmaus, WanderratteHFRS, hohe Letalitätüber 100.000 Fälle pro Jahr in China
USA, KanadaSin-Nombre-VirusHirschmaus (Peromyscus maniculatus)HPS, Letalität bis 40 %Four-Corners-Region, ländliche Hütten
Argentinien, Chile, BrasilienAndes-VirusLangschwanzmaus (Oligoryzomys longicaudatus)HPS, einzige Mensch-zu-Mensch-Übertragung dokumentiertPatagonien, Bariloche, Süd­chile

Datenbasis: RKI, ECDC, CDC, WHO. Endemische Verbreitung kann durch Klima- und Nagetier­populations­schwankungen variieren.